Tag 9: Turtle Safari

Tag 9: Turtle Safari

26. Oktober 2020 Allgemein 0

Wochenende: Also “Sushi Breakfast” auf der Poolterrasse. “Dushi” ist hier alles: Babys, Landschaft, Essen, Liebste und Curaçao sowieso.

Heute wollten wir nochmal im den Westen, ehe wir in der kommenden Woche die Ziele in der Nähe des CDTC zu erkunden.

Zunächst zum Christoffel Nationalpark, den wir gegen 13 Uhr erreichten, kurz bevor der Einlass schloss. Denn was wir nicht auf dem Schirm hatten waren die Öffnungszeiten von 9-15 Uhr. Aber was solls…. Da das zugehörige Museum eh Corona bedingt dicht hatte reichte die Zeit aus um die Autoroute von 12 km mit Halt an ausgewiesenen Points of Interest zu wählen.

Die Idee den Kindern etwas Kolonialgeschichte zu vermitteln muss ich wohl bis auf weiteres verwerfen. Die Autoroute war wirklich schön und abgesehen von Steigungen und Gefälle (dass hier laut Schildern immer exakt 17 Grad beträgt) waren die Straßenverhältnisse nicht allzu abenteuerlich.

Die Hitze allerdings war es. Zumindest beim Anstieg zum Aussichtspunkt, den Finja echt gut mitmachte, kam es mit vor wie damals in der israelischen Wüste als wir im Glutofen der Ebene Massada besichtigten. Jeden 3. Schritt ein Schluck Wasser war Pflicht.

Ganz so schlimm war es nicht, aber wir kamen nahe dran. Immerhin waren es nur ca 50 Stufen, unregelmäßig, aber schaffbar und oben hatten wir in der Tat eine überwältigende Aussicht über die ganze Küstenlinie – und einen kühlen Wind vom Meer. Merkwürdig wie die Temperatur innerhalb von 2, 3 Schritten wechselt, je nachdem ob du auf der Seeseite oder der dem Landesinneren zugewandten Seite des Hügels stehst…

Eine weitere Sehenswürdigkeit waren die Höhlen. Mit mehr Zeit oder einer Führung hätte man indianische Höhlenzeichnungen der indigenen Bevölkerung sehen können, die hier lebte ehe Kolumbus vorbeikam und Waffen, Sklaverei und den ganzen anderen zivilisierten Kram mitbrachte.

Leider saß uns die Zeit ein bisschen im Nacken und so begnügten Jojo, Miriam und ich uns mit einem kurzen Blick, während Achim und Finja im kühlen Wagen blieben. Irgendwann möchte ich definitiv mit mehr Zeit und bei kühlerem Wetter dorthin.

Hinweis an alle Special-Needs-Familien: Gegenüber dem Ticket Office gibt es eine großzügige, saubere Behindertentoilette und neben den Toiletten einen Trinkwasserspender.

Weiter ging es zum Shete Boka Nationalpark. Ihr erinnert euch – da waren wir anfangs schonmal konnten aber nur 2 Buchten sehen.

Diesmal war es wieder irre heiß… Ihr erinnert euch: Backofen. Achim und Finja kamen nur bis zum Aussichtspunkt um die Ecke mit, Jojo und ich machten uns an den Abstieg in die nächste Bucht um auf der anderen Seite hochzuklettern. Die Stufen waren direkt in den Fels geschlagen und glühendheiss. Ich glaube ich erwähnte es schonmal?

Inzwischen war ich mehr als dankbar für meine Trekkingschuhe, denn der Boden bestand aus dem porösen, scharfkantigen Gestein.

Nach 10 Minuten und 20 Schlucken Wasser erreichten wir die natürliche Brücke – ein tolles Naturschauspiel wie ihr in den Bildern sehen werdet. Natürlich führte wieder eine Treppe zur Plattform – und ganz klar, auch hier mitten im Nirgendwo gab es den obligatorischen Hygienespender.

Nun war es aber wirklich Zeit an den Strand zu gehen. Hier oben soll es die schönsten Strände und tollsten Schnorchelspots geben. Vor allem aber: Wasserschildkröten. Also. Auf zur Turtle-Safari.

Playa Lagoon sollte laut Reiseführer toll sein. Und super Unterwasserlandschaften haben. Und auch Turtles beherbergen. Also: Hin und ab ins Wasser.

Das begeisterte uns allerdings nur mäßig. Irgendwie war der Strand doof, das Wasser unklar und Schildkröten gab’s auch nicht. Doof.Aber immerhin eine Abkühlung. Finja nahmen wir nicht mit uns Wasser. Sie wühlte begeistert im Sand. Nach einer Dreiviertelstunde hatten wir genug.

Für die Nerven und die Seele gab’s noch ein paar Pommes und dann ging wieder auf die Straße, denn ich erinnerte mich 15 km zuvor ein Hinweisschild mit Turtles gesehen zu haben… Ob wir dort erfolgreich wären?

Jain. Auf dem Steg fanden wir eine Ortskundige, offenbar Fischerin oder so. Sie nickte, ja – Schildkröten gäbe es schon, da unten wäre eine Baby-Schildkröte. Kann man nur nicht gut sehen, weil das Wasser zu unklar sei. Ich solle morgen wieder kommen.

“Wann?” erkundigte ich mich in bester Touristenmanier. Da grinst sie mich an und meint : “Weisst du… Die melden sich nicht vorher an… Die kommen wann sie wollen. Aber wenn man Zeit mitbringt sieht man sicher welche!”Also wenn wir einen halben Tag einplanen würde meine Tochter auf jeden Fall die ersehnten Turtles sehen? Da strahlt sie mich an und meint: “Klar. Ihr könnt sogar mit denen schwimmen!” “Also sollten wir Schnorchel mitnehmen?” “Unbedingt!”

Wenn der Turtle-Caller da wäre kämen sie auf jeden Fall. Wir sollten nur früh genug da sein. Was genau “früh” ist, wagte ich dann nicht mehr zu fragen, aber im Imbiss um die Ecke sprach man so von 11 Uhr. Also gut… Dann also morgen Turtle-Safari!

Todmüde trafen wir zu Hause ein. Die Kinder wollten im Appartment chillen: “Macht ihr euch man einen schönen Abend!” schickt die Grosse uns los. “

Am Wochenende hat doch das Edel-Fischrestaurant auf. Da will Mama bestimmt hin…”. Jaaaa… Da gibt es nämlich nicht nur richtig guten Fisch, sondern auch echt leckere Cocktails. Und es ist direkt neben dem Hotel, mit Blick ins Wasser. Extrem romatisch…

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